Die Chronologie

1927, 1. Dezember

Karl-Heinz Kurras wird im ostpreußischen Barten geboren

1944, November

Kurras wird zum Infanterieregiment II in Allenstein eingezogen

1945

Kurras tritt in die KPD ein

1946, Dezember - 1950, März

Kurras sitzt wegen „gegenrevolutionärer Sabotage" im sowjetischen Lager Sachsenhausen ein

1950

Kurras bewirbt sich erst erfolglos bei der Ost-Berliner Volkspolizei, dann mit Erfolg bei der Schutzpolizei in West-Berlin

1952-1955

Kurras' erste Ehe, ein Sohn wird geboren

verpflichtungserklärung1955, 19. April

Kurras nimmt Kontakt zum Ministerium für Staatssicherheit in Ost-Berlin auf

1955, 26. April

Kurras unterschreibt eine Verpflichtungserklärung als GM „Otto Bohl"

1958, 24. April

Erster Kontakt zwischen Kurras und seiner Kurierin Charlotte Müller

1961, August

Bau der Berliner Mauer, Kurras wird im Funkverkehr ausgebildet

1964, 28. Juli

Kurras wird in die SED aufgenommen

1964, Dezember

Kurras wird zur Abteilung I der West-Berliner Kriminalpolizei (Staatsschutz) versetzt

1965

Kurras heiratet seine zweite Frau

1965, 3. November

Kurras ist beteiligt an der Verhaftung des Agentenpaars Weiß, das für das MfS in West-Berlin spioniert hatte

1967, 2. Juni

Kurras erschießt bei einer Demonstration den Studenten Benno Ohnesorg

1967, 22. Juni

Das MfS stellt seinen Kontakt zu Kurras ein

1976-berlin1971

Kurras wird vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung freigesprochen und nimmt seinen Polizei-Dienst wieder auf

1976, 24. März

Kurras reist nach Ost-Berlin und trifft seinen ehemaligen Führungsoffizier

1987, 15. Dezember

Die Akte Kurras wird im MfS geschlossen und als „gesperrt" abgelegt

2009, Mai

Die Historiker Helmut Müller-Enbergs und Cornelia Jabs machen in einem Aufsatz im Deutschland Archiv auf die zufällig im Bestand der BStU entdeckte Akte aufmerksam